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Februar 2005

Kreativer Austausch im Gasometer Oberhausen

Hochkarätige Kunst- und Kulturschaffende trafen sich beim
Ideenworkshop 2005.

Experten aus der internationalen Kunst-, Kultur- und Architekturszene folgten Mitte Februar der Einladung von Gasometer-Geschäftsführerin Jeanette Schmitz nach Oberhausen zum fachlichen Austausch über zukünftige Ausstellungsprojekte für die Industriekathedrale. Unter der Leitung und Moderation von Documenta11-Kommunikationschef Markus Müller erarbeiteten 19 hochkarätige Kulturschaffende aus den Bereichen Architektur, Theater, Musik, Kunst- und Kulturgeschichte Ideen für die zukünftige strategische Planung und Umsetzung von Ausstellungsvorhaben im Gasometer Oberhausen. Dabei beschäftigte sich die Expertenrunde insbesondere mit der zentralen Frage, welche Themen zukünftig im Gasometer präsentiert werden können.

Ausstellungskonzepte für den Gasometer sollten stets auf den besonderen Raum und sein außergewöhnliches Volumen zugeschnitten und können daher selten Übernahmen bereits bestehender Ausstellungen sein. Demzufolge werden Inszenierungen gesucht, die für den Gasometer maßgeschneidert sind und dessen besondere Qualitäten so värken, daß sich der Ort und seine Alleinstellungsmerkmale für den Besucher zuspitzen. Im Vergleich zu anderen Ausstellungsorten hat sich der Gasometer in den vergangenen zehn Jahren eine einmalige touristische Einbindung erarbeitet und bietet einem breiten Publikumsspektrum Zugang zu vielfältigen, zum Teil sehr komplexen Themen. Dies ist ein entscheidender Vorteil, der den Gasometer von anderen Ausstelluäusern unterscheidet und sollte daher nach Ansicht der Expertenrunde bei der Auswahl von Inszenierungen zukünftig berücksichtigt werden. Weiterer Diskussionspunkt des Ideenworkshops war die zur Realisierung spannender Ausstellungen unabdingbar zu akquirierende Grundfinanzierung. Im Falle des Gasometer Oberhausen ist der finanzielle Druck besonders hoch, da die Managementgesellschaft keine institutionellen Zuschüsse erhält. So muss die Finanzierung stets über Sponsoren oder punktuelle Förderungen sowie die Besuchereinnahmen sichergestellt werden. Somit hat jede Gasometer-Ausstellung immer eine überlebensentscheidende finanzielle Dimension. Es gibt keine Spielräume für Experimente. Diese Rahmenbedingung wurde beim kreativen Austausch der Experten mit berücksichtigt. Während die Fachleute das Themaächst in großer Runde analysierten und erörterten, wurden am Nachmittag in kleinen Arbeitsgruppen Empfehlungen für die weitere Vorgehensweise ausgesprochen und konkrete Ideen entwickelt. Teilnehmer des Ideenworkshops waren: Julian Heynen - Kunstsammlung NRW, Alban Janson - Institut für Grundlagen der Gestaltung, Universität Karlsruhe, Peter Paul Kubitz - Filmmuseum Berlin, Ulrike Groos - Kunsthalle Düsseldorf, Anselm Franke - KW - Kunstwerke Berlin e.V., Jean-Hubert Martin – Kunstpalast Düsseldorf, Ulrich Borsdorf – Ruhrlandmuseum Essen, Kristin Feireiss – AEDES EAST Berlin, Francesca Ferguson – »Urban drift« e.V. Projektraum Bikinihaus, Berlin, Peter Gössel – Gössel und Partner, Bremen, Christoph Gurk – Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, Martin Heller – Heller Enterprises, Zürich, Thomas Höft – Stadt Augsburg – Kulturhauptstadt 2010, Angelika Nollert – Siemens Art Programm, München, Peter Pachnicke – Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, Marie-Louise Gräfin von Plessen – Berlin, Frauke Burgdorff – Europäisches Haus der Stadtkultur, Gelsenkirchen und Michael Fehr – Karl Ernst Osthaus-Museum, Hagen.

Einig war man sich vor allem in einem Punkt: Die beeindruckenden Besucherzahlen der Ausstellungen der vergangenen Jahre dokumentieren die Erfolgsgeschichte des Gasometer Oberhausen. Sie zeigen, dass die außergewöhnliche Ausstellungshalle nicht nur regional etwas Besonderes ist. Die Experten empfehlen zukünftig Ausstellungskonzepte zu verfolgen, die das Raumerlebnis in seiner ganzen Komplexität nutzen. Vorrangige Ausstellungsziele sollten Erkenntnis und Erlebnis sein, wobei auch internationale Themen so besetzt werden sollten, dass diese von allgemeinem Interesse sind.

Weitere Übereinstimmung herrschte in der Expertengruppe darüber, daß die Berufung einer kontinuierlichen künstlerischen Intendanz sinnvoll wäre und, dass die Bespielung des Raumes sich in Folge vonänderungen über einen längeren Zeitraum entwickeln könnte. Auch eine Dauerausstellung wurde als ein langfristiges Ziel diskutiert. Die konkreten Ergebnisse des Ideenworkshops der Gasometer Oberhausen GmbH werden Anfang März zusammengefasst vorliegen und auch für die weitere PR- und Öffentlichkeitsarbeit von entscheidender Bedeutung sein.

Denn auch 2005 wird das Team von neu pr.kommunikation dem Gasometer Oberhausen bei der Pressearbeit und allen strategischen en PR-Fragen zur Seite stehen. Hierzu zählen neben Werbe- und Marketingmaßnahmen auch die Online-Kommunikation sowie die Presse- und Medienarbeit. Darüber hinaus ist Romina Neu zugleich Pressesprecherin des Industriedenkmals.

Weitere Informationen über den Gasometer Oberhausen im Internet unter www.gasometer.de.